Arequipa
Wir kamen ohne jegliche Ausfälle in Arequipa an. Eine toll gelegene Stadt mit den Vulkanen Misti 5822m (re) und Chachani 6075m (li) im Hintergrund.
Die Räder kamen mit uns an und waren unbeschädigt!! Iberia umd Latam gehen also sehr sorgsam mit Sperrgut um,....machen nicht alle so. Der Zubringerflug nach Madrid (Air Nostrum) war allerdings eine solche winzige Maschine dass wir zweifelten ob das Ding überhaupt Sperrgepäck transportieren kann. Im Kopf änderten sich ständig die Reisepläne ....
Außerdem hatten wir erfeulicherwiese nichts zahlen müssen. Regulär wären 90€ pro Rad fällig gewesen. Diesen Betrag merken wir uns 😉
Dafür gab's ordentlich Verspätung weil der Ticketscanner nicht funktionierte. Der Herr am Check-Inn hat also alle Sitzplatznummern der zustehenden Fluggäste auf der Rückseite einer alten Bordkarte notiert. Dauerte nur knapp 'ne Stunde.... 😉 keiner hat geschimpft. Der Pilot flog nach eigener Aussage einfach schneller.
Alles klappte.
Bei der Ankunft in Lima muss man KEINE Formblatt ausfüllen. Nur Einheimische müssen eine Deklaration machen. Es geht nach der Einreise "Immigration" - ohne Stempel im Pass - zum Gepäck dass man kurz entgegen nehmen muss (obwohl es in Deutschland durchgecheckt wurde).
Dann zum Zoll....und jetzt kommt es: Es werden keine Fragen zu einer Drohne gestellt wie von der Google-KI und allen Internet-Plattformen zu diesem Thema behauptet.
Angeblich soll man 18% Mehrwertsteuer bei der Einfuhr zahlen müssen. Bei falschen Angaben 250 Dollar.
Alles Bullsh...
Mehrwertsteuer wären 220€ gewesen, wir merken uns den Beitrag 😉
Jetzt liegt meine Drohne daheim 😞... ich hatte Bedenken dass uns die Formalitäten zu viel Zeit beim Umsteigen kosten und uns am Schluss die Drohne abhanden kommt. Beamtenschalter können in Südamerika endlos langsam sein.
Unsere drei Stunden haben gut gereicht, auch wenn man nach dem Zoll wieder mit dem Aufzug hoch in den dritten Stock zum Domestic-Terminal und durch eine 2. Sicherheitskontrolle muss.
Ok, dann zurück zur normalen Fotografie.
Wir haben uns dieses mal zwei Tage zur Gewöhnung an die 7 Stunden Zeitumstellung gegönnt. Außerdem liegt die Stadt auf 2200m noch ein bisschen im Grünen und wir wollten nicht gleich am zweiten Tag im Wüstensand sitzen. Viele Ortschaften kommen unterwegs ja nicht.
Die Stadt ist extrem sauber. Man kann toll Essen gehen und so probieren wir gleich mal Alpaka...super zart.
Am Markt gibt es riesige Erdbeeren und Blaubeeren. Die Bananen sind fast doppelt so dick wie zuhause. Wir dürften nicht verhungern.
Somit hatten wir heute schon 871€gespart. Wir nehmen ein Taxi und lassen uns zum DJI Laden fahren. 😀
Wegen fortschreitender Arthrose werde ich hier wohl nie mehr herkommen und mich totärgern hier keine Drohnenbilder gemacht zu haben. 😉
DJI Mini 3 - ist leicht und müsste gute Bilder machen.
Der Verkäufer macht mir die Registrierung und einen kurzen Check...
Er meint die Staatspost Serpost müsste unser Paket auch nach Antofogasta schicken können .
Also dann mit dem Taxi zum Einheitspreis von 10 Sol (2,5€) zur Serpost.
Jetzt wird's amtlich. Ich muss unser Paket wieder aufschneiden. Die Dame notiert jedes Detail des Inhaltes, sogar die Schaumstoffpolster. Damit das nicht zu kompliziert wird, schmeiße ich sie weg.
Jedes noch so kleines Stück überstehender Karton muss angeklebt werden. Sie überlebt die Ecken sogar doppelt. Wird das eine Flaschenpost? Gut dass ich eine 200m Rolle Tesa dabei habe.
Dann werde ich fotografiert und muss Fingerabdrücke abgeben. Wohlgemerkt für zwei alte VAUDE-Kunststofftaschen im Wert von 50€ . Aber sie ist super nett und füllt alle Formblätter ein zweites und drittes Mal aus weil ich mit den Feldern nicht zurecht komme. Ich schicke ja mir selbst ein Paket ins Hotel nach Antofogasta. Nach einer halben Stunde ist die Prozedur im Wert von 48€ tatsächlich erledigt. Das Paket geht nicht "rapido" sondern "regular " nach Chile, mal sehen ob wir wieder mit den Rädern 2000km schneller gefahren sind als die 1200km per Post.
Morgen geht es also los.
Mal sehen wie wir mit den nicht vorhandenen Verkehrsregeln , ähnlich Vietnam, zurecht kommen. Es wird wohl viel mit Gottvertrauen gefahren, unsere Taxifahrer konnte vor lauter Heiligenbildern und einem Jesuskreuz vor dem Tacho eigentlich nichts sehen. Statt dessen hat er sich ständig bekreuzigt.
Platz für Räder gibt's scheinbar nicht. Die deutschen Radwege dürfte es nur in Lima geben. 😉
Gute Reise, Ihr Abenteurer - freue mich wieder sehr auf Eure schönen Fotos und interessanten Berichte 😊
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