Rio Logen
Man glaubt es kaum, mitten in der Nacht wollte noch jemand auf der ausgelassenen Straße an unserem Zelt vorbei. Er machte offensichtlich kehrt. In der Früh stand dann ein angebunder Esel um die Ecke. Wir hatten wohl zu wenig Platz gelassen. Es ging ja auch nirgends hin.
Wir kämpfen uns die letzten 1,5km hoch nach Muylaque. Irre steil. Oben wartet irgendwie jeder auf den Bus.
Der Ort hat vielleicht 30 Häuser. Wir kaufen noch mal für die nächsten 2 Tage Essen.
Für frisches Gemüse muss man sich den Kühlschrank zeigen lassen. Wenn sie merken, dass man wirklich Essen kochen will, wird alles aus den Fässern geholt, was so eingelagert ist.
Ich werde natürlich gefragt wo wir herkommen und hinwollen. Ich stelle die Gegenfrage ob jemand nach oben fährt, wir müssten hoch auf 4600m. Nö, rauf fährt niemand.
Irgendein geschäftstüchtiger findet sich dann aber doch immer. Er macht seinen Bus voller Kanister leer, für 200 Sol fährt er uns hoch. Dauert eine Stunde, für uns wäre es min. Ein Tag, wobei das Hauptproblem das Wasser wäre.
José versucht 5 Minuten den Motor zu starten - Luft in der Einspritzung. Dann klappt es doch, mit etwas roher Gewalt bleiben auch die Türen zu und so zuckeln wir im 2. Gang hoch.
Wir hätten immer den 1. gebraucht ;-)
Von 3200 auf 4600....eigentlich zu schnell um sich aklimatisieren zu können. Bei 3800 gibt es ein kleines Plateau, mit sandigen freien Stellen, nicht in iOverlander.
José erzählt, er jagt hier oben Wildschweine. Uns bleibt erst mal die Luft weg.
Wir rollen runter auf 4200m zum kleinen Rio Logan , wo wir die Nacht bleiben um uns zu aklimatisieren. Denn sonst wäre der nächste Pass mit 4800m zu gefährlich am ersten Tag in dieser Höhe.
Wasser kommt hier sogar aus kleinen Quellen im Boden. Trinkbar.
.
Da ich endlich mal Zeit habe, repariere ich Kerstins Seitenständer, er bekommt eine zusätzliche Abstützung. Die Räder bekommen einen Service.
Sonnenuntergang 17:48 Uhr. Dank Neumond bleibt es hell.
Ab 00:00 dann Sternenlicht.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen