Rio Tambo
Die Nacht war lausig, unser Bett Matrimonia war scheinbar kleiner als unser Zelt. . Von der 5kg Alpaca-Zudecke würde man erdrückt 😉 (wir haben sie nicht verwendet)
Der Burger war auch nicht leicht im Bauch.
Wir machen noch einen Versorgungshalt und sind um 7:45 schon wieder unterwegs.
Es geht von 2200m hinunter auf 1200m. Der Schotter ist fein und so lässt es sich rollen.
Man verlässt das letzte Grün von Omate und ist dann allein in der Wüste. An den untersten Ausläufern des Ortes wächst Wein, die Trauben sind super lecker.
Wasser wird oft in riesigen Becken gesammelt. Sie sind nicht im GPS eingezeichnet, aber auf Google-Earth zu erkennen. Sehr wichtig, wenn das Wasser knapp wird.
Der Fluss fließt meist weit unterhalb der Straße.
Es sind 30km bis Quintinasqillas. 6,6km vor dem Ort verlässt man die 108 und fährt auf die frisch geteerte 100.
Das hilft ums sehr, unsere Geschwindigkeit zu erhöhen, dafür ist der Teer brütend heiß.
In Quintinasquillas gibt's wieder saftiges Grün, 5-6 Tiendas und kleine Kneipen. Wobei dieser Begriff übertreibt. Eine Frau kocht und dazu gibt es Tisch und Stuhl.
Am Dorfplatz spricht uns der Dorfobdachlose an und schnorrt sich einen Muffin. Er setzt sich aufdringlich neben uns, als er abblitzt geht er wieder.
Ich komme mir vor wie am Nürnberger Plärrer 😉 nur mein Sicheheitsgefühl ist hier irgendwie besser.
(...Die aktuellen Diskussionen haben wir gelesen - unterirdisch die "Schönrechnerei")
In Peru wurde vor einer Woche der Ausnahmezustand verhängt, weil die Leute in den Städten gegen die steigende Kriminalität, u.a. Überfälle auf Reisebusse , demonstrieren.
Das lass ich mal so stehen.
Dann hält einer von den Los Hermandos MC Peru auf seiner 250er. Er ist wohl der Roadcaptain und macht eine Kneipe klar, weil gleich der Rest vom Club kommt. Sie begrüßen uns nett, später stauben sie uns ganz schön ein.
Wir kaufen noch mal 7 Liter Wasser, sicher ist sicher. In den Foren heißt immer wieder, es könnten Giftstoffe aus Minen im Wasser sein.
Wir müssen wieder 300m hoch auf 2100 und es ist verdammt heiß.
Oben treffen wir wieder den Forchheimer MAN der sich für sein Nachtlager durçh den Bims gewühlt hat. Übrigens der einzige Tourist seit einer Woche. Ich klopfe mal an und stelle uns vor. Es ist Mike der seit Jahren unterwegs ist. Alleine, rastlos. Er kann nie lange an einem Ort bleiben.
Ich frage mal unverbindlich nach einem Shuttle hoch auf 4600m. Keine Reaktion. Aber wir sehens uns bestimmt noch. 😉
Sein Ausblick ist jedenfalls top.
Wir rollen in etlichen Keren hinunter und finden 5km vor der Brücke über den Fluss eine tolle Sandbank. Der Boden ist so stark aufgeheizt, dass er durch die Luftmatratze wärmt.
Ein toller lauschiger Abend in völliger Abgeschiedenheit.
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