Talamolle - Richtung Omate


Die Nacht war kalt aber frostfrei. Es geht erst 3km in den eigentlichen Ort von Talamolle, am Ortseingang gibt es einen Checkpoint und eine Mini-Tienda. Wir fahren 50m weiter wo links noch eine Tür offen ist. Der Besitzer ist sehr gesprächig und erklärt uns die probiotischen Wunderwirkungen seines Erdbeerjoghurts, also nehm ich eine Flasche. 


Er erzählt uns, dass erst vor ein paar Tagen ein deutsches Pärchen mit  Fahrrädern von Alaska nach Patagonien hier durchkamen. Als Beleg zeigt er uns ein Video von ihnen. Kurt und Heidi stellen sich vor...sie sehen abgekämpft aus,  vielleicht auch generft.. Seferino meint, bei ihm halten alle Fahrradfahrer, er zählt eine ganze Liste von Ländern der bisherigen Radler auf. Ich sage ihm, dies sei kein Wunder, sein Laden ist als Versorgungspunkt auf der Camino de Puma eingezeichnet. 


Dann nimmt er sein Handy, begrüßt sein Publikum und stellt die beiden Radfahrer Frank und Kerstin aus Deutschland vor. 😀 Wir winken und grüßen artig in die Kamera. Er sagt, dies schauen die Leute aus Lia an und das ist 20 Stunden entfernt von hier!


Es geht weiter hoch, bei 3700m ist der höchste Punkt heute erreicht. 


Unterwegs sehen wir einen Wohn-Lkw aus Forchheim - ohne Zulassung.  "Der kleine Staubige" steht riesig hinten drauf - 7,5t sind nicht klein. 


Die Strecke ist herrlich grün, ein Grund die vielen zusätzlichen Höhenmeter auf der AR 108 auf uns zu nehmen,  so fahren wir nicht nur in der Geröllwüste. 


In Puqina gibt's gefüllte Patatas. Dazu Empanadas con Qeso. 

Wir müssen weiter, eigentlich wollten wir heute 77km bis Omate schaffen und eigentlich sollte es bergab bis auf 2200m gehen.  Aber leider folgt auf jeden Dowhill eine neuer Anstieg. Zusätzlich endente in Puqina der Teer und die Piste ist nur auf den ersten km glatt. 


Wirklich schnell kann man bergab auch nicht fahren. 

Dafür ist die Landschaft "outstanding"



Wir beschließen heute spätestens um 16:00 aufzuhören.  An einem kleinen Bach holen wir uns 30 L  Wasser und radeln zurück zu einem Ausweichrundel in einer Serpentine. Von der Straße aus nicht sichtbar haben wir einen Stellplatz mit traumhafter Aussicht in 3240m Höhe.  Diesmal ist auch genügend Zeit zum Kochen. 


Heute ca. 40km , 700 Hm 

Kerstins Seitenständer ist abgebrochen und mir hat ein Kaktus zugesetzt. 

Die fiesen Stacheln  haben Widerhaken und man braucht drei Hände um das Ding wieder loszuwerden. 

Der Sonnenuntergang- unbeschreiblich, was aussieht wie die Sonne ist eine Reflektion. 






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