Vulkan Ticsani


*****Berichtigung: der fälschlicherweise als Tuscani bezeichneze Vulkan heißt Ticsani. ****

Durch diese Änderung kommt der blog in seiner Reihenfolge leider durcheinander. 

Scheinbar war es heute Nacht unter 0 Grad. Zumindest war die Zeltwand gefroren. Wir gehen erst raus als die Sonne auf's Zelt scheint. 

Es geht wieder weiter steil hoch. Wir sehen sehr viele Vecuñias oder vielleicht sind es Guanacos. 


Kurz vor dem letzten  Anstieg zum Vulkan Tuscani kommt uns ein Mädel aus Slowenien auf ihrem Rad entgegen.  Sie fährt die komplette Camino de Puma und ist auf dem Rückweg nach Arequipa.  Wir tauschen die wichtigsten Infos über Wasser und Übernachtungsplätze aus. Sie war jetzt 15 Tage unterwegs und war der Meinung  überhaupt  niemanden mehr mit  einem Rad auf dieser Strecke zu treffen.  

Die letzten 250 Höhenmeter sind dann Erdpiste. Guter Zustand aber zu steil für mich. Kerstin fährt sie hoch, ich muss meistens schieben.  Die Luft wird immer dünner. Kertins Sauerstoffsättigung lag heute bei 83%, meine möchte ich gar nicht wissen 😞

Auf 4847m überquert man dann einen völlig unscheinbaren Pass ohne Namen am Fuße des Volcan Tuscani


Auf der anderen Seite: Steppe, soweit das Auge reicht. Es geht runter auf 4600 und dann kommt noch ein Pass mit 4760m. Geschafft. 


Unterwegs sitzen zwei Quecha-Frauen am Straßenrand und warten auf eine Mitfahrgelegenheit.  Fast aussichtslos, hier fahren keine 5 Autos am Tag. Ein Minenarbeiter nimmt sie schließlich mit, er bremst aber erst nachdem auch wir ihn um Anhaltung gewunken haben.  Die Mädels sind ziemlich aufgeregt und bedanken sich bei uns. 


Wir haben eiskalten Rückenwind und ziehen eine zweite Jacke drüber. 


Die Lagunen scheinen Süßwasser zu sein, da die Vecuñias daraus trinken. 

Unser Wasser geht langsam zu Ende. 


Für heute hätten wir noch Essen. In Umalgo soll man Trinkwasser von den Minenarbeitern bekommen.  Die Flüsse sollen mit Schwermetallen verseucht sein. 


Ein Motorradfahrer verscheucht hier  Lamas, wie es sich herausstellt ist er der Hausmeister der Mine. Wir unterhalten uns ich ich frage wo wir in der Nähe Zelten könnten. Er macht eine der Minenarbeiter-Hütten auf und sagt: "hier". Er erzählt von der gestrigen Radfahrerin, die hier alleine durchkam. Er hatte Angst um sie. Die hatte uns heute schon in etwa geschildert wie das hier mit Wasser und Zimmern ist. 

Strom hat die Hütte nicht,  das Wasser ist kalt, aber er gibt uns sein WLAN-Passwort und so geht es hier mal wieder weiter im Blog. Die letzten Tage hatten wir keinerlei Mobilfunknetz. 


Low-Budget , 0 Sterne - aber in 4400m ist man bei eisigen Wind nicht wählerisch.  





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