Calama


Wir fahren 30km auf einer marmorfarbebenen, völlig monotonen Gegend nach Calama. Hier wird auch Marmor abgebaut.  Bergauf, bergab, gegen den Wind. 

In Calama dreht sich alles um den Bergbau.  

Unzählige Tanklaster mit Wasser und Schwefelsäure fahren zu den Minen. 

Bei Calama liegt die größte Kupfermine der Erde. Der Staub von dort ist 50km weit zu sehen.  

Die Vorstadt besteht fast nur aus Lastern, Baggern und Minen-Pickups. 

Hier ein trostloser Tierfriedhof vor der Stadt. 


Wir kommen an und gönnen uns den ersten richtigen Cappuccino.  


Dann stellt Kerstin fest, dass sie unterwegs ihre Brille verloren hat. Bei einem Kontrollblick 10km nach Chiu Chiu ist sie ihr unbemerkt herausgefallen.  

Wir deponieren unser Gepäck in unserem Hotel und fahren alles wieder zurück. Die Dame an der Rezeption ist ziemlich resulut  und will uns nicht vorzeitig einchecken lassen.  Erst als sie hört, dass wir in Arequipa,  ihrer Heimatstadt,  losgefahren sind, wird sie freundlich.  

Das heißt jetzt 30km bergauf, bergab - mit Rückenwind. 

Dann wieder 30km gegen den heftigen Wind, gegen den du nicht mal bergab rollst. Nach 113km stellt sich Ernüchterung ein. Die Brille ist weg. Wer weiß wohin der heftige Wind sie getragen hat. 

Wir sind platt und machen morgen einen Ruhetag.  


Die Atacama hat ihren Preis gefordert.  

113km, 630 Höhenmeter





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