Huatajata
Wir verlassen die Copacabana. Leider mussten wir uns zwei Tage für den Nachbartisch fremdschämen. Die Herrschaften aus Schwaben bestellten sich riesige Portionen (weil es nichts kostet), ließen fast alles auf dem Teller, um sich dann einen Nachtisch zu bestellen. Dann wird das ganze Restaurant lautstark darüber informiert wie man diese Speisen (in Schwaben) richtig zubereitet und wie dick Spaghetti zu sein haben.
Bitte daheim bleiben oder AiDA fahren.
Kurz nach Ortsende überholt uns ein französisches Pärchen. Sie sind 6 Monate von Peru "Richtung Süden " unterwegs. Wir bekommen Aufkleber Open the gate on bike geschenkt. Vielleicht sieht man sich.
Der Streckenverlauf ist herrlich, man fährt meist 200-300m über dem See mit tollen Ausblicken auf die Cordillera Real.
Der Verkehr hielt sich überraschenderweise sehr in Grenzen. Die Bolivianos hupen tatsächlich nicht. Auch die Hunde haben keinerlei Interesse an Radfahrern. Sie dösen am Straßenrand und warten auf den Abfall, den die Leute aus dem Fenster werfen. Ein paar mal haben wir auch gesehen, dass sie mit Brot gefüttert wurden. Das erklärt wohl das gute Verhältnis. Die KI schreibt zu dieser Frage übrigens, dass "man das Verhalten von Hunden aufgrund ihrer Nationalität nicht verallgemeinern darf". Da sieht man wie tief woke schon alles durchsetzt hat. 😞 😞
Im Hintergrund sieht man den Sajama, 6542m, der höchste Berg Boliviens und einer der höchsten Vulkane der Welt.
Die Straße züngelt sich immer einer schmalen Halbinsel entlang bis man bei San Pedro de Tiquina auf eine "Fähre" muss.
Seelenverkäüfer wäre der richtige Begriff. Für 25 Sol (2€) setzt man über, lt. Reiseführer gibt es am Titicacasee jedes Jahr gesunkene Schiffe, wundert einen nicht. Vor den Fähren bildet sich ein langer Stau.
Rückreiseverkehr. 😉
Hoffentlich ist unter den Brettern auch etwas, das schwimmt 😉
Kurze Abschnitte fährt man auf Schotter bis dann plötzlich diese vierspurige Straße beginnt.
Wir finden in Huatayata nach 70km und 815 Höhenmetern zufällig das Hostal Alaxpacha, das man man hier mal ausdrücklich erwähnen muss. Fast westlicher Standard und ein sehr netter Wirt Milton, der sich scheinbar ein bisschen auf die Unterbringung von Radfahrern spezialisiert hat.
Mit Blick auf den Titicacasee kocht die Frau uns was zum Abendessen. ( DZ mit Bad 200Sol )
Kerstin bestellt sich eine Forelle, die sollen hier am Titicacasee bis zu 1m lang werden. Die Zuchtforellen werden scheinbar mit Carotin auf Lachs "getrimmt". Riesig!
Mit uns im Hostal sind drei andere Radler aus Frankreich, ihr vierter Mann lag bis heute 3 Tage im Krankenhaus wegen extremer Darmprobleme. 😞 Da hatte ich ja mal Glück.
Heute ging es mir wieder sehr gut, unserer 500g Reiseapotheke + Typhus-Impfung sei Dank.
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