Ollagüe
Ich habe die ganze Nacht nicht geschlafen, wie sollten wir in 7 Tagen nach San Pedro de Atacama kommen?
Wir müssten den oberen Teil der Lagunen-Route auslassen.
Lt. Navi gab eine Alternative über ein kleines Dorf San Augustin nach Süden, doch die Wirtin erklärte mir dass es diese Straße auf der Karte gar nicht gibt.
Es ist hier auch sehr schwer eine "Straße" zu finden. Mann verlässt das Dorf und hat eine Unzahl wilder Spuren im Sand vor sich. Die Strecken ändern sich nach jeder Regensaison auch schnell wieder. Selbst die GPS-Spurdaten von Bikepackin.com verliefen oft im Nichts. Lt. Internet hat Bolivien vor fast 10 Jahren beschlossen in diesen einsamen Regionen die Straßen zu unterhalten.
Also gab es noch einen Pass auf 4300 am Fuße des Cerro Choyumiche, 5820m, entlang. Doch diese Strecke war lt iOverlander nicht mehr befahrbar. Unser Umweg wurde immer größer....und irgendwann hatten wir noch ein Wasserproblem.
An einem Militäarposten Chinguana gab's einen Wassertank mit Hahn. Wir. füllten nach.
Die Italiener scherzten hier noch, und legten sich in dieser Einsamkeit auf die Gleise.
Als sie weitergefahren waren kam 10Minuten später ein Zug. Wir gingen weiter die Alternativen durch. Der nahegelegene Grenzübergang Ollagüe war eigentlich die einzige Chance ohne riesen Stress nach Antofogasta zu kommen. Auf der chilenischen Seite gibt es es auch noch viel zu sehen aber wesentlich weniger Versorgungsmöglichkeiten da es wesentlich weniger touristisch ist.
Wir fuhren also weitere 30km durch die Pampa und dann traf der Wind die Entscheidung. Er bließ uns fast von den Rädern. Mit extremen Gegenwind ging es nur im Schrittempo weiter.
Die Hauptfahrbahn war reines Wellblech und wir wichen auf kleine Ausweichspuren aus.
Überall topten Windhosen und wir waren nicht sicher ob die uns mitgerissen hätten.
Mit letzter Kraft kamen wir am Grenzübergang an. Die Zöllner waren sehr nett und haben uns die Formalitäten am Handy erledigt, man muss neuerdings nämlich Online seine Zollerklärung abgeben. Im Zollgebäude gibt's hierfür kostenlos WLAN.
Dann noch schnell in eine Hospedaje wo wir noch in der kleinen Kneipe was zu Essen bekommen haben und dann ins Bett.
Der Wind hat uns heute den Zahn gezogen.
Wir müssen nun erst wieder Verpflegung besorgen , da man nach Chile keine offenen und frischen Lebensmittel einführen darf. Unser komplettes Zeug fürs Frühstück mussten wir in Bolivien wegschmeißen.
Es kann sein dass wir die nächsten 2-3 Tage offline sind, da wir keine SiM haben.
Hier im Grenzort gibt's auf den erszen Blick praktisch nichts.
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