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Antofagasta

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So, wir sind am Ende unserer Reise angekommen.  5km hinter Banquedano gab's noch diese Petroglifos Sueñe y Esperanza (Traum und Hoffnung)  zu bewundern.  Wie so oft in Cile, gibt's keinerlei Hinweisschild, keine Zufahrt, keinen Aussichtspunkt.  Die Straße geht entlang der Quebrada Sacu durch eine surreale Mondlandschaft, immer mit minimalem Gefälle - aber Gegenwind.  Wer mal ein Gefühl davon bekommen will, was die Menschheit am Mars erwartet,  könnte hier probewohnen. 😉 Nicht sehr erstrebenswert.   28km vor Antofogasta gibt's tatsächlich eine Tankstelle, aber ohne jegliche Versorgungsmöglichkeiten,  lediglich eine sehr moderne Toilette und ein Geldautomat. Wozu auch immer - im Nichts.  Solarzellen in der Wüste: voller Staub funktionieren sie nicht.   15 km vor Antofogasta biegt man ab auf die RN26, sie ist wegen 10% Gefälle für Lkw und Busse gesperrt.  Der Gegenwind ist so e...

Baquedano

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Wir fahren seit zwei Tagen bergab! Mit 1% Gefälle geht es 200km nach Antofogasta.   Der Wind kommt immer mittags, bis dahin haben wir meist schon 50km.  Von der Rezeptionistin unseres tollen Geotel Hotels in Calama bekommen wir noch einen kleinen Kupferhelm als Schlüsselanhänger geschenkt.  Die Reifen der Minenlader sind so groß,  dass sie mit Tiefladern transportiert werden müssen und nur 4 Reifen auf einen LKW passen.   Unsere nächsten 3 Haltepunkte...mehr gibt es nicht auf 200km! In Siera Gordo gibt's viele Mineros und dementsprechend große Portionen!  500m vor dem Ort gibt's ein kleines Wäldchen mit Picknick-Bereich,  wir machen uns dort unser Frühstück. Zelten wird dort geduldet, meist gibt's Toiletten.  Bei iOverlander loben Wohnmobilfahrer das frische Quellwasser, 🤔 ...es kommt aus 300km Entfernung mit dieser Pipeline vom Vulkan Allagüe.  Kei...

Las Gafas

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Wir holen uns im Specialiced Fahrradladen Beratung über die weitere Strecke. Er empfiehlt die RN25 direkt nach Antofogasta.  Immer ganz leicht bergab,  aber immer gegen den Wind. Unsere präferierte Strecke wäre nur für Fullys geeignet.   Auf der 25, immerhin 200km,  kommen drei winzige Ortschaften.  Das kennen wir.... 😉 Ansonsten ist Calama zwar eine "Minenstadt" wirkt aber sehr modern und hat eine schöne Fußgängerzone.   Wir kommen zufällig in einen winzigen Optiker, die Dame berät uns sehr nett und um 18:00 hat Kerstin eine neue Brille!!  63€ !  Vermessen? Sehtest? Geschliffene Gläser? Egal, hier bekommst du zwei Sehgläser in die Hand gedrückt, fertig. Nahsicht? Fernsicht? ...es sollte ja schnell gehen. Durchblick war gefragt: las Gafas = die Brille. 😀 Apropos  g affen ... immer funktioniert der Insta-Filter für die "bessere Ansicht" nicht 😞 oder  war er statt auf konkav    )(  a...

Calama

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Wir fahren 30km auf einer marmorfarbebenen, völlig monotonen Gegend nach Calama. Hier wird auch Marmor abgebaut.  Bergauf, bergab, gegen den Wind.  In Calama dreht sich alles um den Bergbau.   Unzählige Tanklaster mit Wasser und Schwefelsäure fahren zu den Minen.  Bei Calama liegt die größte Kupfermine der Erde. Der Staub von dort ist 50km weit zu sehen.   Die Vorstadt besteht fast nur aus Lastern, Baggern und Minen-Pickups.  Hier ein trostloser Tierfriedhof vor der Stadt.  Wir kommen an und gönnen uns den ersten richtigen Cappuccino.   Dann stellt Kerstin fest, dass sie unterwegs ihre Brille verloren hat. Bei einem Kontrollblick 10km nach Chiu Chiu ist sie ihr unbemerkt herausgefallen.   Wir deponieren unser Gepäck in unserem Hotel und fahren alles wieder zurück. Die Dame an der Rezeption ist ziemlich resulut  und will uns nicht vorzeitig einchec...

Chiu Chiu

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Obwohl wir immer noch auf 3800m sind,  war die Nacht nicht mehr ganz so kalt. Knapp über 0 Grad 😱 ....die Wasserflaschen waren diesmal nicht gefroren 😉 Der Nachthimmel über dem Vulkan San Pedro 6154m.  Richtung Calama, das für uns noch 110km entfernt lag.  Unsere heutige 3-Zimmer-Wohnung ohne Dusche 😉 Diese Ummauerungen dienen oder dienten häufig für die Hirten und die Lamas, um sie/sich nachts vor dem Wind zu schützen.   Für uns in dieser extrem windigen Gegend die einzige Chance ein Zelt aufzubauen.  Einsamer kann man fast nicht zelten. Die gestern aufgefüllten 12 Liter Wasser konnten wir gut gebrauchen.   Wir haben noch 4L Rest....+ unsere Trinkflaschen.  Nach 16km  kommt der kleine Aschevulkan Poruña 3614m, an dessen Fuß ein kleiner Kojote bei den vorbeifahrenden Autos versucht fressbares zu erbetteln. Leider haben wir außer zwei Äpfeln selbst über...